Die jüngsten Aussagen von CDU-OB-Kandidatin Sylvia Linn zum Thema Sicherheit und Ordnung in der Innenstadt sind aus Sicht des Wählerbündnisses Junges Duisburg an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Ausgerechnet sie fordere nun ein „Knallhart-Verbot“ für Alkoholkonsum in der Innenstadt – nachdem sie und ihre CDU-Fraktion jahrelang jede konkrete Maßnahme in genau diese Richtung blockiert hätten.
„Das ist billig, durchsichtig und politisch verlogen“, erklärt Frederik Engeln, Vorsitzender des Wählerbündnisses Junges Duisburg. Linn habe als führende CDU-Vertreterin über fünf Jahre die Gelegenheit gehabt, gemeinsam mit der SPD in deren Ratszusammenarbeit zu handeln. Stattdessen habe sie konsequent auf der Bremse gestanden – und tue nun im Wahlkampf so, als hätte sie das Rad neu erfunden. „Das ist einfach nur Heuchelei“, so Engeln weiter.
Junges Duisburg verweist zudem darauf, dass ein weitreichendes Alkoholverbot im öffentlichen Raum – für das sich Linn stark macht – rechtlich schlicht nicht umsetzbar sei. Das habe nicht nur die Erfahrung in Duisburg gezeigt, wo eine entsprechende Verordnung vor einigen Jahren – wenngleich diese juristisch schlecht gemacht war – gerichtlich gekippt worden sei. Auch in Städten wie Krefeld, Neuss oder Köln seien vergleichbare weitreichende Vorhaben gescheitert, da ein solcher Eingriff juristisch nicht haltbar sei. Wer das Gegenteil behaupte, erwecke bewusst falsche Erwartungen.
Die Bilanz der CDU unter Linn sei eindeutig, so Junges Duisburg: Noch im September 2024 habe Junges Duisburg im Rat der Stadt Duisburg beantragt, die bestehende Sicherheits- und Ordnungsverordnung konsequenter durchzusetzen, insbesondere für das Gebiet der Innenstadt. Die CDU habe damals sinngemäß argumentiert, in der Innenstadt sei alles in Ordnung, und den Antrag abgelehnt – obwohl die bestehende Sicherheits- und Ordnungsverordnung bereits zahlreiche Handlungsoptionen biete. In den Haushaltsberatungen für das Jahr 2025 habe Junges Duisburg die Besetzung von 24 Stellen für einen 24-Stunden-Sonderaußendienst gefordert. Die CDU habe auch diesen Antrag abgelehnt und sich damit klar gegen eine Stärkung der Sicherheitskräfte gestellt, obwohl die Stellen aus einem bereits beschlossenen Stellenkontingent hätten besetzt werden können – ohne den Haushalt zusätzlich zu belasten. Bereits im September 2023 habe Junges Duisburg beantragt, die Verwaltung solle ein umfassendes Maßnahmenpaket für die Innenstadt entwickeln, auch mit besonderem Fokus auf Sicherheit. Die CDU habe zusätzliche Maßnahmen abgelehnt, stattdessen die Arbeit des zuständigen Beigeordneten ausdrücklich gelobt und keinen Handlungsbedarf gesehen. All das verschweigt Sylvia Linn und ihre CDU, wenn sie jetzt nach Knallhart-Maßnahmen ruft, so Junges Duisburg. Zuletzt habe Junges Duisburg im Juni 2025 im Ausschuss für Ordnungs- und Bürgerangelegenheiten ein konsequenteres Vorgehen gegen die Szene an der Sparkasse in der Innenstadt beantragt, die sich zuvor vom Lifesaver-Brunnen dorthin verlagert habe. Linn habe diese Entwicklung offenbar gar nicht bemerkt – und die CDU habe den Antrag erneut abgelehnt, obwohl es genau die Szene sei, die sie nun im Wahlkampf plakativ anprangere.
Sylvia Linn hatte nicht nur die Zeit, sie hatte auch die Mehrheit. Dass sie ausgerechnet jetzt, kurz vor der Wahl, dieses Thema entdeckt, ist nichts anderes als ein durchschaubares Wahlkampfmanöver. Wer Duisburgs Probleme fünf Jahre lang leugnet, sollte sich nicht als Problemlöserin inszenieren – schon gar nicht mit Forderungen, die rechtlich überhaupt nicht umsetzbar sind“, betont Engeln.
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