AK-Inhalt beschäftigte sich mit dem neuen NVP!

In den politischen Beratungen befindet sich zur Zeit die dritte Fortschreibung des Nahverkehrsplans (NVP) für die Stadt Duisburg. Unser Arbeitskreis Inhalt hat sich intensiv mit den Änderungen befasst und eigene Forderungen formuliert.

 

Viele unserer Anregungen hatten wir bereits in einem Antrag im Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr im letzten Jahr formuliert, hierauf nehmen wir teilweise Bezug. In der Bezirksvertretung Süd wurden unsere Forderungen (den Bezirk Süd betreffend) bereits einstimmig angenommen. Der Rat der Stadt entscheidet am 3. Juli abschließend. Hierfür hat der Arbeitskreis Inhalt folgende Forderungen erarbeitet:

 

Bessere Anbindung des Innenhafens an die Innenstadt (vgl. die Punkte 1 und 2 aus unserem Antrag DS 16-0625): Die Linie 934 soll weiterhin über die Landfermannstraße fahren, um die Innenstadt nicht vom Innenhafen abzukoppeln. Die Ringlinie Mitte 1 soll zusätzlich den Innenhafen anfahren.

 

Eine verbesserte Anbindung des Duisburger Südens an den Düsseldorfer Norden (D-Wittlaer) im Nachtbusnetz am Wochenende sollte mit einem Taxibus erreicht werden. Hier ist auf eine Verknüpfung zwischen dem Netz der Rheinbahn und Duisburg-Huckingen/Hüttenheim zu achten, um dort einen Anschluss an das Duisburger Nachtbusnetz (NE 4 und 6) herzustellen. In diesem Zuge muss der Taxibus 11 auch die Haltestelle Kesselsberg anfahren.

 

– Eine Taktangleichung der Duisburger U79 an die Düsseldorfer U79 muss im Zuge dieses Nahverkehrsplanes umgesetzt werden.

 

Engere Taktung der Nachtbuslinien am Samstagmorgen: Um den ÖPNV für Berufstätige, die samstags zur Arbeit müssen, attraktiver zu gestalten, sollen die Nachtbuslinien am Samstagmorgen zwischen 5.00 Uhr und 7.00 (!) Uhr im 30-Minuten-Takt fahren. Ab 7.00 Uhr übernimmt dann das „normale“ Tagnetz.

 

– Die Planungen mögen bereits heute eine Teilfortschreibung zur optimalen Anbindung des sich in Entwicklung befindlichen Stadtteils zwischen Wedau und Bissingheim – durch zusätzliche Linien oder Veränderungen der bestehenden Linienwege oder -taktungen – vorsehen.

 

Engerer Takt auf den „Hauptlinien“ U79, 901 und 903 (vgl. Punkt 3 aus unserem Antrag DS 16-0625): Besonders in der abendlichen SVZ ist ein 30-Minuten-Takt zu schwach. Wir wollen auf diesen Hauptlinien zu jeder Betriebszeit mindestens einen 15 (!)-Minuten-Takt.

 

– 903 durchgängig mindestens bis Watereck (vgl. Punkt 3 aus unserem Antrag DS 16-0625): Die 903 soll immer mindestens bis Watereck fahren, um Walsum anzubinden (nicht, wie jetzt, teilweise schon an Meiderich Bahnhof enden).

 

– Aufgrund der räumlichen und sozialen Nähe zwischen dem Duisburger Süden und Krefeld-Uerdingen muss eine direkte Verbindung zum dortigen Bahnhof berücksichtigt werden. Bei der Einrichtung ist auf die Fahrtzeiten des SPNV am Bahnhof Uerdingen zu achten.
Eine Verlängerung der Linie bis zum Bahnhof Krefeld-Oppum ist zu prüfen, da von dort aus der SPNV in Richtung Niederrhein erreicht werden kann.

 

– Bessere Anbindung von Rheinhausen Bf ans Busnetz (Punkt 4 aus unserem Antrag DS 16-0625): Prüfen, ob noch mehr Buslinien Rheinhausen Bf anfahren können. Fahrgäste aus dem Duisburger Westen in Richtung Duisburg Mitte könnten dort auf die Bahn (RE 11, RB 31, RB 33) umsteigen. Das geht schneller, als mit dem Bus über den Rhein zu kommen.

 

– Die Linie 933 wird bisher von vielen Schülern genutzt, die im Dellviertel zur Schule gehen. Daher wird angeregt, dass diese Linie weiterhin über die Friedrich-Wilhelm-Straße führt. Eine andere Linie müsste dann über die Landfermannstraße vorbei an Stadttheater, City-Palais und Landfermann-Gymnasium geführt werden (beispielsweise die 934, siehe oben).

 

– Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sind Grundlagen, um den Nahverkehr in Duisburg attraktiver zu machen. Sicherheitskonzepte sind zu überprüfen und wo nötig zu aktualisieren und anzupassen.

 

Pünktlichkeitsoffensive: Um mehr Pünktlichkeit zu erreichen, fordern wir, dass Fahrten nicht erst ab einer Verspätung von 3 Minuten, sondern bereits ab einer Verspätung von 2 Minuten als unpünktlich gelten. Die Anstrengungen des Verkehrsunternehmens sind auf diesem Feld dementsprechend zu intensivieren.

 

Verbesserte Fahrgastinformation: Alle Busse und Bahnen sollen technisch so ausgestattet sein, dass der Fahrgast (beispielsweise über die VRR-App und über die Anzeigen an den Haltestellen) genauer als zur Zeit erfährt, wie lange er noch an der Haltestelle auf die Ankunft des Fahrzeugs warten muss. Bei der Bestellung neuer Fahrzeuge ist dies direkt zu berücksichtigen, alte Fahrzeuge sind nachträglich entsprechend auszustatten.

 

Zooparkplatz als P&R-Parkplatz für die Schüler der Neudorfer Berufsschulen (Punkt 5 unseres Antrags DS 16-0625): In diesem Zusammenhang soll die Linie 901 von den Schülern zwischen den Haltstellen Zoo/ Uni und Hbf vergünstigt genutzt werden können (durch den Kauf eines Parktickets).

 

– Die Haltestellen „Regattabahn“, ggf. auch „Bertaallee“, sollen weiterhin angefahren werden. Ohne diese Haltestellen wäre die gesamte Kruppstraße ohne Haltepunkt und für dort ansässige Wassersportvereine wie beispielsweise ASCD und DSV98 die Möglichkeit genommen, dass beispielsweise ihre Jugendlichen per Bus anreisen könnten.

 

– SB40: Der Takt sollte zur HVZ auf 30 Minuten verdichtet werden, da die Linie im Berufsverkehr schon heute maximal ausgelastet ist. Gleichzeitig würde hiermit die fehlende Leistung zwischen Franz-Lenze-Platz und Vierlinden ersetzt.
Die Linie sollte auch am Wochenende verkehren, um Walsum an die Duisburger Innenstadt anzubinden: samstags zumindest im 60-Minuten-Takt, ggf. auch sonntags